Thailand ist ein Paradies für Taucher – türkisblaues Wasser, bunte Korallenriffe und eine faszinierende Unterwasserwelt locken jedes Jahr Tausende Abenteuerlustige an. Doch wann ist die beste Zeit, um Thailands Tauchspots zu entdecken?
Gerade der November wirft bei vielen Tauchinteressierten Fragen auf: Ist das Wetter schon stabil? Wie sieht es mit der Sicht unter Wasser aus? Und welche Regionen sind besonders empfehlenswert? In diesem Blogartikel erfährst du, ob sich der November zum Tauchen in Thailand eignet, welche Besonderheiten dich erwarten und worauf du achten solltest.
Wetter & Klima in Thailand: Der November als Übergangsmonat
Der November markiert in Thailand den Übergang von der Regenzeit (Monsunzeit) zur Trockenzeit. Während in den Monaten Mai bis Oktober häufig starke Regenfälle und raue See herrschen, bessert sich das Wetter ab Anfang November spürbar. Besonders an der Westküste – rund um die Andamanensee mit bekannten Tauchspots wie Phuket, Khao Lak, Similan Islands und Koh Lanta – beginnt jetzt die Hauptsaison für Taucher.
Typische Wetterbedingungen im November:
- Temperaturen: Luft 27–32°C, Wasser 27–29°C – angenehm warm.
- Regen: Die letzten Ausläufer der Regenzeit können noch für gelegentliche Schauer sorgen, meist aber nur kurz und am späten Nachmittag oder Abend.
- Sonnenschein: Die Sonne gewinnt an Kraft, und die Tage werden zunehmend klarer.
- Wind & Wellen: Die See beruhigt sich, besonders an der Andamanensee. Im Golf von Thailand (z.B. Koh Tao, Koh Samui) kann es hingegen noch windig und wellig sein.
Fazit: Der November ist ein vielversprechender Startschuss für die Tauchsaison an der Westküste, während die Ostküste noch etwas unbeständiger bleibt.
Tauchbedingungen: Sichtweiten, Strömungen & Meeresleben
Sichtweiten
Mit dem Ende der Regenzeit verbessert sich die Sicht unter Wasser deutlich. An den Similan Islands und rund um Phuket sind im November Sichtweiten von 15 bis 30 Metern keine Seltenheit. In geschützten Buchten und an den Riffen ist das Tauchen meist schon sehr angenehm.
Strömungen
Die Strömungen sind im November in der Regel moderat, was besonders für weniger erfahrene Taucher ein Vorteil ist. An einigen Spots, etwa an den Similan Islands oder bei Koh Bon, können aber auch stärkere Strömungen auftreten – ideal für Drift Dives und Begegnungen mit Großfischen.
Meeresleben
Die Unterwasserwelt Thailands zeigt sich im November von ihrer bunten Seite: Schwärme von Schnappern, Barrakudas, Muränen, Schildkröten und bunte Rifffische sind allgegenwärtig. Auch Großfischfans kommen auf ihre Kosten: Mit etwas Glück lassen sich Mantas und gelegentlich sogar Walhaie blicken – insbesondere an den Similan Islands und Koh Bon. Die Korallen erholen sich nach dem Monsun und sind in vielen Gebieten in gutem Zustand.
Die besten Tauchregionen im November
Andamanensee (Westküste)
- Phuket & Umgebung: Idealer Ausgangspunkt für Tagestrips zu Tauchplätzen wie Racha Yai, Racha Noi, King Cruiser Wreck oder Shark Point.
- Khao Lak & Similan Islands: Ab November starten hier die ersten Liveaboards zu den berühmten Similan- und Surin-Inseln – ein absolutes Highlight für Taucher.
- Koh Lanta: Von hier aus erreichst du Top-Spots wie Hin Daeng, Hin Muang und Koh Haa.
Golf von Thailand (Ostküste)
- Koh Tao: Im November ist das Wetter oft wechselhaft, das Meer kann rau sein und die Sicht eingeschränkt. Die eigentliche Tauchsaison hier startet ab März/April.
- Koh Samui & Koh Phangan: Ähnliche Bedingungen wie auf Koh Tao – November ist eher Nebensaison.
Tipp: Wer flexibel ist, konzentriert sich im November auf die Westküste. Hier gibt es die besten Bedingungen und die meisten Tauchbasen haben wieder geöffnet.
Vorteile des Tauchens im November
- Weniger Touristen: Die Hauptreisezeit beginnt erst im Dezember. Im November sind viele Tauchspots noch vergleichsweise ruhig.
- Günstigere Preise: Viele Tauchschulen und Resorts bieten in der Vorsaison attraktive Angebote.
- Erste Liveaboards: Die beliebten Mehrtagestouren zu den Similan Islands starten wieder – mit etwas Glück bekommst du noch kurzfristig einen Platz.
- Erfrischte Natur: Nach der Regenzeit sind die Landschaft und die Unterwasserwelt besonders grün und lebendig.
Worauf solltest du achten?
- Vorausbuchung: Gerade für Liveaboards und beliebte Resorts lohnt sich eine frühzeitige Reservierung, da die Nachfrage zum Saisonstart schnell steigt.
- Ausrüstung: Informiere dich vorab, ob deine Tauchbasis im November schon komplett geöffnet ist und welche Ausrüstung gestellt wird.
- Reiseversicherung: Aufgrund möglicher Wetterumschwünge empfiehlt sich eine flexible Buchung mit Reiserücktrittsversicherung.
- Gesundheit: Tropische Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit können für den Körper anstrengend sein – ausreichend trinken und Sonnenschutz nicht vergessen!
Fazit: Lohnt sich Tauchen in Thailand im November?
Definitiv ja – vorausgesetzt, du setzt auf die Westküste! Der November ist der perfekte Monat für alle, die die Schönheit der thailändischen Unterwasserwelt ohne den ganz großen Touristenrummel erleben wollen. Die Bedingungen verbessern sich täglich, das Meeresleben ist vielfältig und die Preise oft noch moderat. Ob Tagesausflug oder mehrtägige Liveaboard-Tour: Wer im November nach Thailand reist, erlebt einen tollen Mix aus Abenteuer, Entspannung und Natur pur.
